Tiergestützt

Im Laufe meiner Arbeit als Logopädin habe ich immer wieder festfestellt, dass die klassische Logopädie bei einigen Kindern an ihre Grenzen stößt. Dies sind Kinder, deren Ursache für die verzögerte Sprache schon in einer viel früher stattfinden Entwicklungsverzögerung zu suchen ist. Die auffällige Sprache ist „nur“ eine logische Weiterentwicklung der schon bestehenden Schwierigkeiten. So finden sich bei vielen Kindern, die mit fünf Jahren und massiven Sprachentwicklungsstörungen ( was leider sehr spät ist...) zu uns kommen, auch deutliche Einschränkungen im motorischen Bereich. Dies kann sich in erhöhter Unruhe, Gleichgewichtsstörungen, körperlicher Unempfindlichkeit und Ähnlichem äußern (nähere Informationen erhalten Sie hier)
Es hat wenig Sinn, eine multifaktorielle Entwicklungsstörung einseitig behandeln zu wollen. Die erhöhte Wirksamkeit kombinierter Förderung ist mittlerweile mehrfach wissenschaftlich belegt. Leider begegnen wir im Alltag nur wenigen Ärzten, die diese Entwicklung mitbekommen haben. So werden selten Logopädie und Ergotherapie parallel verordnet, sondern höchstens nacheinander. Motorische und sprachliche Entwicklung findet aber nicht nacheinander, sondern parallel und ineinandergreifend statt! Wenn die Entwicklungsbasis der Kinder nicht gegeben ist, werden nachfolgend immer weitere Einschränkungen auftreten.

Die Arbeit mit dem Pferd bietet hier eine wunderbare Ergänzung der therapeutischen Möglichkeiten. Der motorische Bereich kann durch das Reiten oder Trailarbeit auf natürliche Weise gefördert werden und ergänzt die Sprachtherapie auf sinnvolle Art und Weise. Selbstverständlich soll und kann die Logopädie mit dem Pferd keine Ergotherapie ersetzen, sie erweitert lediglich die Möglichkeit einer ganzheitlichen Förderung Ihres Kindes.
Gerade bei langfristigen Therapien erhöht die Anwesenheit eines tierischen Therapeuten die Motivation der Kinder.
Ein weiterer großer Vorteil der pferdegestützten Therapie ist das natürliche Setting. Die Kinder empfinden sich nicht als „eingeschränkt“, sie „müssen“ nicht in erster Linie zur Therapie, sondern „dürfen“ zum Reiten. Das sorgt ganz enorm für eine Stärkung des Selbstbewusstseins.

In der Stimmtherapie greifen feine Mechanismen ineinander. Die Regulation der Körperspannung, die Wahrnehmung und Vertiefung der Atmung und eine gesunde Aufrichtung werden aufeinander abgestimmt. Im Alltag, der häufig von Stress und Druck geprägt ist, geht die Eigenwahrnehmung für Anspannung und Entspannung oft verloren. Nicht selten äußert sich dauerhafter Stress in einer Stimmstörung.
Der erste, wichtigste und leider auch schwierigste Schritt ist die Wiedererlangung dieser Eigenwahrnehmung. Das Pferd leistet hier enorme Hilfe, denn es reagiert sehr fein auf flache Atmung und Verspannung ( meine Pferde werden durch Ausatmen angehalten, sind also speziell darauf sensibilisiert) und kann durch seine promte Reaktion sehr genaues Feedback geben. Dies kann im Führtraining oder beim Reiten stattfinden.
Verspannungen lösen sich in der Bewegung am besten, hier kann das Reiten mit seinen dreidimensionalen Bewegungen eine große Bereicheung sein.

Ich biete in Kürze Workshops zur Prävention für Menschen in sprechintensiven Berufen
( wie z.B. Erzieher/innen, Lehrer/innen oder alle Interessierten) an, in denen die Zusammenhänge der Stimmbildung theoretisch erarbeitet und praktisch erfahren werden.

Unterstützung durch meine Hunde

Mele und Malou begleiten meinen beruflichen Alltag seit 2013. Je nach Klient arbeiten sie aktiv mit oder sorgen mit ihrer Anwesenheit einfach nur für eine entspannte Stimmung.

Sie helfen, für Kinder schwierige Aufgaben auf spielerische, spannende Art zu gestalten und erleichtern so das Lernen.

Für meine Arbeit sind sie eine grosse Bereicherung.